Es ist aber der Glaube ein feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11, 1)  Seien   wir   ehrlich:   Sich   an   eine   Hoffnung,   die   man   nicht   sieht,   zu   klammern   und   an   einem   unsichtbaren   Wesen festzuhalten,   ist   heute   alles   andere   als   akzeptiert.   Das   Phänomen   zeigt   sich   in   manchen   Regionen   der   Republik mehr    als    in    anderen,    aber    mit    der   Aufklärung    und    den    modernen    wissenschaftlichen    Methoden    scheint    ein religiöser   Glaube   schwer   vereinbar   zu   sein.   Das   Paradigma   lautet:   Was   man   nicht   wiegen,   greifen,   spüren   kann, das ist wissenschaftlich irrelevant. Oder kurz: was nicht messbar ist, das gibt es nicht!  Dabei   basiert   der   christliche   Glaube   in   erste   Linie   gar   nicht   auf   unsichtbaren   Wesen   und   zukünftigen   Visionen.   Er fußt   nicht   auf   mystischen   Geheimlehren   und   magischen   Ritualen.   Der   christliche   Glaube   sieht   in   der   Bibel   ein Zeugnis,   in   dem   Menschen   bereits   seit   Generationen   von   ihren   Erlebnissen   mit   Gott   berichten.   Die   Verfasser   der Bibel waren überzeugt, dass in Jesus Christus das göttliche Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte (Joh 1,14). Die   Botschaften   seines   Lebens,   Sterbens   und   seiner   Auferstehung   wurden   über   Jahrhunderte   von   Glaubenden gesammelt,   ausgewählt   und   schließlich   in   Form   eines   Kanons   zusammengefasst.   Damit   hat   das   Christentum   eine handfeste   Basis:   Wir   können   die   Jesusworte   lesen   und   uns   damit   kritisch   auseinandersetzen.   Wir   können   seinen Lebensweg   nachverfolgen   und   sein   Handeln   und   Fühlen   nachempfinden.   Wir   können   ihn   durch   seine   Geschichten und   Gleichnissen   greifbar   machen   und   uns   vorstellen,   wie   er   auf   seine   Mitmenschen   gewirkt   haben   muss.   Wir können die Person Jesu als historische Figur analysieren und seine Spuren in der Kirchengeschichte nachspüren. Welche   Schlüsse   man   daraus   zieht,   also   ob   man   in   Jesus   einen   großen   Philosophen,   einen   jüdischen   Irrlehrer   und Staatsfeind   oder   doch   den   Sohn   Gottes   sieht,   so   wie   es   die   Verfasser   sahen,   das   kann   nur   jeder   für   sich   selbst entscheiden.   Wer   jedoch   die   tiefe   Weisheit,   Liebe   und   Relevanz   der   einzigartigen   Botschaft   Jesu   für   das   eigene Leben   erkennt,   der   darf   wagen   zu   glauben,   dass   dahinter   mehr   steckt,   als   Menschen   sehen   können.   Wer   im Glauben   die   lebensverändernde   Kraft   dieser   Botschaft   spürt,   der   entwickelt   eine   feste   Zuversicht,   dass   Jesus   sein angefangenes   Werk   auch   in   Zukunft   zu   Ende   bringen   wird,   auch   wenn   wir   das   unter   Umständen   nicht   mehr   selbst sehen werden Autor: Markus Höfler  
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    Es ist aber der Glaube ein feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11, 1)  Seien    wir    ehrlich:    Sich    an    eine    Hoffnung,    die    man    nicht    sieht,    zu klammern   und   an   einem   unsichtbaren   Wesen   festzuhalten,   ist   heute alles    andere    als    akzeptiert.    Das    Phänomen    zeigt    sich    in    manchen Regionen   der   Republik   mehr   als   in   anderen,   aber   mit   der Aufklärung   und den    modernen    wissenschaftlichen    Methoden    scheint    ein    religiöser Glaube   schwer   vereinbar   zu   sein.   Das   Paradigma   lautet:   Was   man   nicht wiegen,   greifen,   spüren   kann,   das   ist   wissenschaftlich   irrelevant.   Oder kurz: was nicht messbar ist, das gibt es nicht!  Dabei    basiert    der    christliche    Glaube    in    erste    Linie    gar    nicht    auf unsichtbaren    Wesen    und    zukünftigen    Visionen.    Er    fußt    nicht    auf mystischen    Geheimlehren    und    magischen    Ritualen.    Der    christliche Glaube   sieht   in   der   Bibel   ein   Zeugnis,   in   dem   Menschen   bereits   seit Generationen   von   ihren   Erlebnissen   mit   Gott   berichten.   Die   Verfasser der   Bibel   waren   überzeugt,   dass   in   Jesus   Christus   das   göttliche   Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte (Joh 1,14). Die    Botschaften    seines    Lebens,    Sterbens    und    seiner    Auferstehung wurden   über   Jahrhunderte   von   Glaubenden   gesammelt,   ausgewählt   und schließlich    in    Form    eines    Kanons    zusammengefasst.    Damit    hat    das Christentum   eine   handfeste   Basis:   Wir   können   die   Jesusworte   lesen   und uns   damit   kritisch   auseinandersetzen.   Wir   können   seinen   Lebensweg nachverfolgen    und    sein    Handeln    und    Fühlen    nachempfinden.    Wir können   ihn   durch   seine   Geschichten   und   Gleichnissen   greifbar   machen und   uns   vorstellen,   wie   er   auf   seine   Mitmenschen   gewirkt   haben   muss. Wir   können   die   Person   Jesu   als   historische   Figur   analysieren   und   seine Spuren in der Kirchengeschichte nachspüren. Welche   Schlüsse   man   daraus   zieht,   also   ob   man   in   Jesus   einen   großen Philosophen,   einen   jüdischen   Irrlehrer   und   Staatsfeind   oder   doch   den Sohn   Gottes   sieht,   so   wie   es   die   Verfasser   sahen,   das   kann   nur   jeder   für sich    selbst    entscheiden.    Wer    jedoch    die    tiefe    Weisheit,    Liebe    und Relevanz    der    einzigartigen    Botschaft    Jesu    für    das    eigene    Leben erkennt,   der   darf   wagen   zu   glauben,   dass   dahinter   mehr   steckt,   als Menschen   sehen   können.   Wer   im   Glauben   die   lebensverändernde   Kraft dieser   Botschaft   spürt,   der   entwickelt   eine   feste   Zuversicht,   dass   Jesus sein   angefangenes   Werk   auch   in   Zukunft   zu   Ende   bringen   wird,   auch wenn wir das unter Umständen nicht mehr selbst sehen werden Autor: Markus Höfler  
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